Programm 2012

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Programm des Predigerministeriums Frankfurt am Main.
Das Jahresprogramm 2012 können Sie hier auch als PDF downloaden und ausdrucken.
Hier gelangen Sie zum Anmelde-Formular.

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Studienreise

vom 22. bis 26. August 2012
Am Vorabend der Reformation“
Dom zu Halberstadt
Diese Reise wird in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung in Worms durchgeführt.
Reiseleitung: Prof. Dr. Werner Zager
Abfahrt: 7.30 Uhr vor dem Hauptfriedhof Frankfurt

Das geistige Klima Deutschlands am Vorabend der Reformation war romfeindlich, aber es war nicht kirchenfeindlich und schon gar nicht irreligiös.
Im Gegenteil: wohl nie hat kirchliches Leben in Deutschland so geblüht wie um 1500. In den Städten wuchsen die spätgotischen Hallenkirchen empor, Predigtkirchen, von deren Kanzeln die großen Volksprediger (Geiler von Kaysersberg, Thomas Murner) das Volk zur Buße riefen.
Zugleich blühte an den Seitenaltären der Kirchen der Bilderkult; unüberschaubar der Reichtum an christlicher Malerei und Plastik gerade aus dieser Zeit. Es wuchsen die Messstiftungen und mit ihnen die Zahl der Messe lesenden Kleriker, die in manchen Städten schon ein Zehntel der Bevölkerung ausmachten.
Es sind die kirchlichen Formen der Wallfahrt, des Wunderglaubens und des Reliquienkults, der Heiligenverehrung und der Marienfrömmigkeit, zu denen die Menschen Zuflucht nehmen. Mönchtum und kirchliche Bruderschaften brauchen über mangelnden Zulauf nicht zu klagen. Man hat die Zeit am Vorabend der Reformation ein „Zeitalter der höchsten Steigerung der Kirchlichkeit“ genannt.

Dieser Zeit am Vorabend der Reformation wollen wir bei der Studienfahrt auf die Spur kommen, wenn wir Goslar, Wernigerode, Halberstadt, Quedlinburg, Magdeburg und Ilsenburg besuchen werden.
Passend dazu werden wir im Kloster Drübeck Quartier nehmen, das heute ein evangelisches Bildungszentrum ist.

Nähere Informationen über die einzelnen Reiseziele, die Unterbringungsmöglichkeiten und den Reisepreis, sowie weitere Fotos können Sie dem Flyer „Am Vorabend der Reformation“ entnehmen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Sie möchten teilnehmen? Anmeldemöglichkeit hier.

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Tagesfahrten

Drei Fahrten geben Gelegenheit wie nie, in Werkstätten Einblick zu nehmen, in denen Werke geschaffen werden, die wir in fast allen Kirchen wie selbstverständlich vorfinden: Glocken, Orgeln, Glasfenster:


Glockengießerei Rincker, SinnDonnerstag, 21. Juni 2012
Abfahrt: 9.00 Uhr vor dem Dominikanerkloster
Besuch der Glockengießerei Rincker, Sinn
Die Firma Rinker ist eine der traditionsreichen Glockengießereien, in der für über 40 Frankfurter Kirchen die Glocken gegossen wurden. Der Besuchstermin ist abhängig von einem aktuellen Glockenguss, an dem wir teilnehmen möchten. Anschließend ist ein Besuch im Glockenmuseum Greifenstein vorgesehen.
Leitung: Pfr. i.R. Hans-Gustav Treplin
Kostenbeitrag: 30,00 Euro
Sie möchten teilnehmen? Anmeldemöglichkeit hier.








Orgelwerkstätte Förster und Nicolaus, LichDonnerstag, 5. Juli 2012
Besuch in der Orgelwerkstatt der Firma Förster und Nicolaus, Lich
Abfahrt: 9.00 Uhr vor dem Dominikanerkloster
In 13 Frankfurter evangelischen Kirchen erklangen oder erklingen heute noch Orgeln aus dieser oberhessischen Fachwerkstatt, wie in der Bergkirche. Es lohnt, sich baldmöglichst für diese Tagesfahrt bei Herrn Helmut Müller anzumelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Leitung: Pfr. Dr. Michael Frase
Kostenbeitrag: 25,00 Euro
Sie möchten teilnehmen? Anmeldemöglichkeit hier.







Donnerstag, 13. September 2012, 9.00 Uhr
Besuch der Glaskunstwerkstatt Derix in Taunusstein
Abfahrt: 9.00 Uhr vor dem Dominikanerkloster
Voraussichtlich wird Gelegenheit gegeben sein, die Anfertigung von Kunstglasfenstern kennen zu lernen. Anschließend werden Glasfenster von Prof. Schreiter in Idstein und der Autobahnkirche Medenbach besichtigt.
Leitung: Pfr. i.R. Hans-Gustav Treplin
Kostenbeitrag: 25,00 Euro
Sie möchten teilnehmen? Anmeldemöglichkeit hier.













Eine neue Folge: „Frankfurts Nachbarn“

von oben: Kranichstein, Heiligenberg, WolfsgartenDonnerstag, 9. August 2012, 9.00 Uhr
Auf den Spuren der Hessen-Darmstädter
Abfahrt: 9.00 Uhr vor dem Dominikanerkloster
Unter der bewährten Führung von Pfarrer Dr. Michael Frase erfolgt eine weitere Reise auf den „Spuren der Nachbarn“ von Frankfurt: Vorgesehen sind Führungen auf Schloss Heiligenberg, Schloss Kranichstein und Schloss Wolfsgarten. Da die Teilnehmerzahl auf 30 Personen beschränkt ist, ist es ratsam, sich durch eine frühe Anmeldung einen Platz zu sichern.
Leitung: Pfr. Dr. Michael Frase
Kostenbeitrag: 30,00 Euro
Sie möchten teilnehmen? Anmeldemöglichkeit hier.



























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Vortragsveranstaltungen

In drei Vortragsveranstaltungen werden herausragende Frankfurter evangelische Theologen aus zurückliegender Zeit gewürdigt.
Zu den Vortragsveranstaltungen ist keine Anmeldung erforderlich.


Donnerstag, 11. Oktober 2012, 18.00 Uhr
Dr. Johann Friedrich Starck, der Herausgeber eines viel gelesenen Andachtsbuches
Starck stammte aus Hildesheim und wirkte seit 1715 als Prediger zunächst in der Dreikönigskirche und ab 1756 als Hospitalprediger und in der Barfüßerkirche, der Vorgängerkirche der Paulskirche. Starck war einer der meistgelesenen pietistischen Schriftsteller und Dichter von etwa 1.000 Kirchenliedern

Referenten: Carsten Schwöbel und Pfarrer Dr. Michael Frase



 

 

 



Donnerstag, 8. November 2012, 18.00 Uhr
Johann Georg Schmidt, Zeitgenosse des jungen Goethe
Der lutherische Prediger, geb. 1694 in Frankfurt am Main, wirkte ab 1725 für drei Jahre in Bornheim, anschließend in Frankfurt an der Hospitalkirche. Als langjähriger Beichtvater der Familie Goethe hat er den jungen Johann Wolfgang im Jahr 1763 konfirmiert. Nach fünfzigjähriger Tätigkeit wurde er 1775 als Prediger mit einer Gedenkmünze geehrt (vgl. Frankfurter Kirchengeschichte[n] auf Medaillen, S. 28f).

Referent: Pfarrer i.R. Hans-Gustav Treplin











Donnerstag, 22. November 2912, 18.00 Uhr
D. Dr. Georg Hermann Dechent - Kirchenhistoriker des 19. Jahrhunderts
Geboren 1850 im rheinhessischen Westhofen wirkte der promovierte Theologe und Philologe zunächst in Karben als Hauslehrer und Lehrer, übernahm 1872 für sieben Jahre die Predigerstelle im Versorgungshaus, um ab 1879 in der Paulsgemeinde und ab 1891 für 33 Jahre in der Weißfrauengemeinde tätig zu sein. Der 1935 verstorbene Theologe war Mitglied des Konsistoriums und Verfasser einer Vielzahl kirchen- und stadtgeschichtlicher Veröffentlichungen.
Eine Fundgrube ist nach wie vor seine zweibändige Kirchengeschichte seit der Reformation.
Dechent wurde für seine kirchengeschichtliche Verdienste mit der Prägung einer Medaille geehrt (vgl. Frankfurter Kirchengeschichte[n] auf Medaillen, S. 46f).
Jürgen Telschow hat 1985 eine Vielzahl seiner kirchenhistorischen Beiträge gesammelt und neu herausgegeben unter dem Titel „Ich sah sie noch, die alte Zeit“ (Schriftenreihe des ERV Frankfurt a. M., Nr. 11)

Referent: OKR i.R. Jürgen Telschow




Änderungen des Programms vorbehalten.